Eigenverlag gibt etablierten Verlagshäusern zu denken

 Im Newsletter des Börsenblatts des deutschen Buchhandels vom 23.03.2012 schreibt Sabine Schwietert über das veränderte Verhältnis zwischen den alteingesessenen Verlagen und dem Autor im Eigenverlag, bzw. den Kleinverlagen.

Der Eigenverlag umgeht die Eingangskontrolle

Dass es mit Print on Demand und inzwischen mit E-Books eine relativ preiswerte Möglichkeit gibt, die großen Verlagshäuser zu umgehen, hat sich herumgesprochen. Das Lektorat als Eingangskontrolle entfällt, und auch in Sachen Marketing haben unabhängig arbeitende Autoren und Verlage Wege gefunden, ihre Bücher und E-Books an die Leser zu bringen. Damit wird das „Selfpublishing“, der Newsletter verwendet gerne Anglizismen, zu einem Faktor, den man nicht mehr lächelnd abtun kann.

Eigenverlage kontrollieren

Gesucht wird ein neuer „Gatekeeper“, noch so ein herrlicher Anglizismus der Vertreter des deutschen Buchhandels. Eine Arbeitsgruppe des Börsenvereins arbeitet an der Entwicklung eines Gütesiegels. Doch Gütesiegel haben Schwächen, sie verhindern nicht, dass die Kunden zu anderen Produkten greifen, und Sabine Schwietert vermutet, dass in diesem Fall die Leser das selbstverantwortlich auch tun werden.

Es ist schön zu wissen, dass man wahrgenommen wird. Es gibt zu denken, dass wirtschaftlich so viel stärkere Konkurrenten so weit gehen, nach neuen Kontrollmaßnahmen zu suchen. Dahinter versteckt sich vielleicht gar ein unbeabsichtes Kompliment 😉

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