Wie finden die Leser mein Buch? Und wie mache ich es ihnen leichter?

 Der Fokus dieses Posts ist nichts das Wo? sondern das Wie?

Die Frage, wo Leser die Bücher von Self-Publishern finden, ist in einem Wort beantwortet. Im Internet. Es ist sehr viel einfacher, selbst publizierte Bücher und E-Books im Internet anzubieten und zu bewerben als in steinernen Buchläden oder auf Büchertischen.

Das Internet als Raum ist jedoch sehr groß und steckt voll faszinierender Angebote. Wie erleichtere ich es meinem Leser, mein Buch neben all den anderen zu finden oder mich wieder zu erkennen?

Bestandsaufnahme

Geben Sie Ihren Namen in eine Suchmaschine Ihrer Wahl ein.

  • Meinen die ersten Treffer sollten tatsächlich Sie? Im Idealfall führen die ersten Treffen zu Ihrer Website oder Ihrem Blog, wenigstens aber zu einer Profilseite.
  • Gibt es Treffer zu Ihren Büchern?
  • Gibt es Treffer zu Rezensionen Ihrer Bücher?
  • Gibt es Treffer zu Veranstaltungen, auf denen Sie aufgetreten sind oder zu Berichten über Sie?

Wiederholen Sie diese Suche auch für Ihre Bücher. Richten Sie für Ihren Namen einen Google alert ein. Das können Sie auch für die Titel Ihrer Bücher machen. Sie erhalten dann regelmäßig Links zu Seiten, wo Ihr Name oder Ihre Bücher erwähnt wurden. In regelmäßigen Abständen sollten Sie auch die manuelle Suche in Suchmaschinen wiederholen.

Alle Ihre Aktivitäten zum Bewerben Ihres Buches sollten im Internet auffindbar und Ihnen zuzuordnen sein. Das passiert nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich im Laufe von Wochen, Monaten und Jahren.

Die Website

Auch wenn Sie nicht direkt über Ihre Website verkaufen, können Sie Ihre Bücher auf Ihrer Website vorstellen und mit Onlinebuchhändlern verlinken. Die Website hat gegenüber Facebook, Twitter, Google+ und anderen sozialen Medien den Vorteil, dass Ihre Texte und Fotos immer leicht aufzufinden sind. Haben Sie einmal versucht, auf Facebook einen sechs Monate alten Text wiederzufinden? Mit viel Zeit und Geduld gelingt Ihnen das, falls Sie nicht die Lust verlieren. Sie können jedoch nicht davon ausgehen, dass ein Leser solche Mühen auf sich nimmt, so lange er kein eingeschworener Fan ist.

Wählen Sie Domainnamen, die es Lesern leicht machen, Sie und die Website in Beziehung zu setzen. Abkürzungen sind problematisch, weil viele Leute die Buchstaben verwechseln oder die gleiche Buchstabenkombination bereits verwendet wird. Bei Buchtiteln als Domainname sollten Sie überlegen, ob Sie für jedes Buch eine neue URL bestellen wollen.

Ihre E-Mail-Adresse sollte zur URL passen. Das wirkt professionell und ist beispielsweise eine Voraussetzung für Einträge in Webkataloge.

Für eilige Menschen, die mal eben kurz Informationen über ein Buch suchen, sollte die Website übersichtlich gestaltet sein. Probieren Sie verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten aus und haben Sie keine Angst, Ihre Website zu verändern. Achten Sie darauf, dass die Website auf verschiedenen Geräten wie PC, Tablet-PC, Smartphone gut und schnell erscheint.

Ihre Leser

Nicht jeder Leser wird Ihr Buch mögen. Engen Sie den Kreis Ihrer Leser ein und konzentrieren Sie sich auf diese Personen. Überlegen Sie, in welchen Netzwerken Sie Ihre Leser finden und wie Sie sie von dort zu Ihrem Buch bringen. Beobachten Sie Ihre potentiellen Leser eine Weile in den Netzwerken und halten Sie fest, was sie interessiert, in welcher Sprache sie angesprochen werden möchten, und welche Anreize über das Buch hinaus diese Leser locken können.

Ihre Zeit ist beschränkt. Engagieren Sie sich lieber in zwei Netzwerken regelmäßig als in vielen selten.

E-Mails

Kontrollieren Sie Ihre E-Mails regelmäßig, mindestens einmal am Tag. So können Sie auf Anfragen von Lesern, Rezensenten oder Benachrichtigungen Ihrer Verkaufsplattformen schnell reagieren. Löschen Sie unwichtige E-Mails sofort. Sollten Sie sie dennoch brauchen, finden Sie sie im Papierkorb wieder. Legen Sie Ordner an und verschieben Sie E-Mails in diese Ordner. So bleibt Ihr Posteingang frei für ausschließlich ungelesene E-Mails.

Richten Sie eine E-Mail-Signatur mit Ihren Kontaktdaten ein. Viele Menschen verwenden die dort angegebenen Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen, wenn Sie mit Ihnen in Kontakt treten wollen.

Unverwechselbar Sie

Achten Sie darauf, dass Leser schnell erkennen können, ob eine Mail, ein Post, ein Kommentar oder auch ein gedruckter Flyer oder ein Lesezeichen von Ihnen kommt. Experimentieren Sie ruhig, aber suchen Sie bei Ihren Experimenten nach einer Linie, die Sie immer klarer herausarbeiten. Das braucht Zeit. Gestehen Sie sich diese Zeit zu, denn Sie lernen in dieser Zeit.

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