Zahlen und Diagramme – Wozu Blog-Statistiken gut sind

 Wer einen Blog hat, bekommt in den allermeisten Fällen Statistiken geliefert, sei es vom Betreiber des Servers oder mittels einer Software. Für viele Autoren sind solche Statistiken rätselhaft, daher beachten sie sie oft nicht. Aber das ist ein Fehler. Lassen Sie sich nicht von Zahlen und Diagrammen schrecken, denn selbst die einfachsten statistischen Auswertungen helfen, den Blog zu verbessern und so den Lesern das Angebot zu liefern, das sie suchen. Weil WordPress-Blogs so weit verbreitet sind, werde ich mich im Folgenden an Statistiken von WordPress orientieren. Wer die WordPress-Software auf einem eigenen Server verwendet, kann über das Plugin „Jetpack“ die gleichen Statistiken abrufen.

Statistiken verwenden gerne Säulendiagramme. Das ist keine Schikane, sondern gibt übersichtlich Aufschluss über die Anzahl von Aufrufen.

Seitenaufrufe und Besucher

Die grundlegende Information, die Ihnen jede Blog-Statistik liefert, ist die Anzahl der Seitenaufrufe pro Tag. Daran können Sie beispielsweise ablesen, an welchen Wochentag regelmäßig die meisten Besucher zu Ihrem Blog kommen. Mittels dieser Zahlen entscheiden Sie beispielsweise, an welchen Tag Sie am effektivsten neue Posts veröffentlichen können. Werden Ihnen die Seitenaufrufe zusätzlich nach Wochen und Monaten aufgeschlossen, bekommen Sie einen Überblick über die Besucherentwicklung auf Ihrem Blog.

Solche Zahlen vergleichen Sie beispielsweise mit den Daten Ihrer Veröffentlichungen oder Ihrer Lesungen. Interessant ist der Vergleich zwischen den Zahlen für Seitenaufrufe und Besucher. Besucher sollten nach Möglichkeit mehrere Posts auf Ihrem Blog lesen. Geben Sie daher Lesern eine Chance, mittels eines übersichtlichen Menüs und interner Links weitere interessante Posts zu entdecken.

Referrer – Woher kamen die Besucher?

Der Referrer kann eine Suchmaschine sein oder ein anderer Blog oder eine Meldung in Sozialen Medien, die auf einen Ihrer Posts verlinken. Vergewissern Sie sich, wie Leser zu Ihnen finden. Revanchieren Sie sich mit Links zu anderen Bloggern oder empfehlen Sie deren Posts in Sozialen Netzwerken. Durch diese Vernetzung locken Sie weitere Leser auf Ihre Seite.

Übrigens dienen manchmal auch Ihre eigenen Kommentare auf anderen Seiten als Referrer. Kommentieren Sie gezielt zu bestimmten Themen und formulieren Sie so, dass Leser der Kommentare auch zu Ihrem Blog klicken möchten.

Manche Statistiken nennen Ihnen auch die Seite als Referrer, auf denen sich ein Besucher zuletzt aufgehalten hat, ehe er zzu Ihnen surfte.

Top-Beiträge und Top-Seiten

Diese Zahlen sind besonders über längere Zeiträume aufschlussreich, denn sie zeigen Ihnen, welche Inhalte Ihre Leser bevorzugen. Das Ergebnis mag Sie überraschen. Vielleicht fühlen sich Leser von Beiträgen besonders angezogen, die für Sie nur ein Zufallsprodukt oder ein Lückenbüßer waren. Natürlich sollen Sie nicht nur über Themen schreiben, die für die „Massen“ sind, Ihnen aber nichts bedeuten. Aber es schadet nichts, wenn Sie hin und wieder die Interessen Ihrer Leser zum Anlass für einen Post zu einem bestimmten Thema nehmen. Wenn Sie beispielsweise ursprünglich anfingen zu bloggen, um Ihre Leser über den Fortgang Ihrer Schreibprojekte zu informieren, Ihre Leser aber am liebsten Informationen über Verlage und Agenten lesen, sind das Posts, die Sie in Zukunft besonders sorgfältig schreiben sollten. Sie reflektieren dabei gründlich über Ihre Erfahrungen, Ihre Leser lernen etwas, das ihnen hilft, ihre eigene Karriere weiterzuentwickeln.

Suchbegriffe

Google teilt die Suchbegriffe seiner Nutzer seit einiger Zeit nicht mehr mit, doch es finden sich gelegentlich noch Suchwörter in der Statistik. Die Auswertung kann Sie überraschen. Wenn Ihnen die Suchwörter unheimlich vorkommen oder Sie nicht nachvollziehen können, wieso jemand mit so einem Suchwort bei Ihnen landet, versuchen Sie ein Experiment. Geben Sie das Suchwort in verschiedene Suchmaschinen ein und überprüfen Sie, wie wahrscheinlich es ist, dass noch mehr Menschen so zu Ihnen finden.

Klicks von Ihrer Seite

Wenn Sie immer auf Ihre Quellen verlinken, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher Ihrer Seite diesen Links folgen. Auf den Seiten erscheinen Sie als Referrer. Damit Ihre Leser nicht zu den verlinkten Seiten abdriften, legen Sie fest, dass sich der Link immer in einem eigenen Fenster öffnet. Das ist auch übersichtlicher für die Leser. Sie sehen an den Klicks von Ihrer Seite, wie wertvoll Ihr Quellenmaterial für Ihre Leser ist und wie gut Leser solche Informationen annehmen. Wenn es wenig Klicks nach außen gibt, können Sie vielleicht je nach Thema in Ihren Post konkret dazu aufrufen.

Kommentar verfassen