Sommerinterview 2015 – Marianne Rauch

 Dies ist das fünfzehnte Sommerinterview auf meinem Blog. Hier lernen Sie Autoren oder Kollegen kennen, entdecken neue Bücher, finden Gemeinsamkeiten und sammeln vielleicht den einen oder anderen Tipp auf. Heute lesen Sie über Marianne Rauch.

Marianne Rauch (c) privat
Marianne Rauch (c) privat

Bitte stellen Sie sich und Ihre Bücher kurz vor.

„Träume können sich nicht irren“, mein Erstlingswerk, welches ich, Marianne Rauch, als Indie-Autorin veröffentlichte. Es geht um Laura. Seit einem schrecklichen Autounfall leidet Laura unter Depressionen und nächtlichen Halluzinationen. Merkwürdige Geräusche dringen nachts durch die Zimmerwände. Eine Shortstory, die eher eine Erzählung ist…
Es folgte ein Kurzroman um Blut, Macht und Gier.
„Pestilentia – Im Netz des Todes“. Spezialagentin Zully ermittelt…Wieder führt ein tödlicher Auftrag sie zum Ort eines Geschehens. Zully steht fassungslos vor der Leiche der jungen Carrie, die in einer Lache aus Blut und Erbrochenen in ihrer Wohnung gefunden wurde. Passierte hier ein furchtbarer Mord?
Ende letzten Jahres erschien meine humorvolle Weihnachtsgeschichte, in der Gegenwart und Fantasy miteinander verknüpft sind. Es geht um Karola…Karola kann weder mit der Adventszeit noch mit dem Fest der Liebe viel anfangen. Der ganze Weihnachtsrummel ist ihr ein Gräuel. Weder Kerzenschein noch Tannenduft vermögen die junge Frau in weihnachtliche Stimmung zu versetzen. Und doch spürt sie jedes Jahr, sobald der Heilige Abend naht, eine tiefe Traurigkeit in sich. Gibt es den Weihnachtsmann etwa doch? Titel:“Auch Engel glauben an den Weihnachtsmann“.
Ein doch recht schmerhaftes Thema habe ich in „Liebes Kummer in Kirsch Rot“ als Erzählung aufgearbeitet. Es geht um Johanna, die Jahre ihres Lebens mit Liebeskummer vergeudet hat, denn tief sitzt der Schmerz. Jeden Abend betäubt sie ihre Enttäuschung mit einer Flasche Wein. Sie bemerkt nicht, wie sehr sie sich selbst am Leben hindert. Bis sich eines Tages ein kleiner bunter Zettel aus ihrer Pinnwand löst und ihr direkt vor die Füße flattert. Nur ein Zufall? Denn dieser Zettel birgt vier Worte, die Johanna endlich wachrütteln.

1. Wie lange schreiben Sie schon? Wann wussten Sie, dass Sie Ihre Texte veröffentlichen wollten?

Der Wunsch, meiner Kreativät durch das Verfassen von Texten Ausdruck zu geben, reifte recht langsam, wobei mich zunächst eher Texte als Blogbeiträge interessierten. Kurzerhand startete ich vor einigen Jahren mit einem eigenen Blog, www.socialposition.de, in dem viel Herzblut steckt. Er ist für mich die ideale Plattform, mich zu verschiedenen Themen, die mich bewegen, zu äußern. Nach und nach entdeckte ich meine Neigung, auch Texte als Geschichten oder Erzählungen zu verfassen und diese zu veröffentlichen.

2. Wie groß ist der Anteil, der das Schreiben in Ihrem Leben einnimmt? Was machen Sie, wenn Sie nicht schreiben?

Wie viele andere Autoren umgibt auch mich ein Berufsalltag, der nichts mit dem Schreiben zu tun hat. Schreiben wurde zum liebsten Hobby, nimmt deshalb einen recht großen Raum in meinem Leben ein. Es gibt zu viele Themen, zu viele Plots, die geschrieben werden wollen. Dazu kommen Recherchen u.ä. Ansonsten gehe gern spazieren oder bin mit dem Fahrrad unterwegs.

3. Wodurch lassen Sie sich inspirieren? Wie entstehen aus Ihren Ideen Texte?

Meine bisherigen Texte, Blogbeiträge sowie eBooks, entstanden immer spontan. Ich suche nach keinem Thema, grübele auch nicht nach, worüber ich schreiben könnte. Die „Inspiration“ ist plötzlich einfach da. Manchmal ausgelöst durch eine Meldung im Radio oder TV, ein Traum oder eine Bemerkung.

4. Planen Sie Ihre Bücher oder schreiben Sie ins Blaue? Wie behalten Sie die Übersicht über Handlungsstränge, Charaktere und Orte?

Anfangs habe ich einen Kurs besucht. Dort wurde gelehrt, einen Plot zu entwickeln, dazu die Figuren und die Handlungsstränge. Daran habe ich mich noch nicht streng gehalten. Es kommt schon vor, dass sich mein Plot, zusammen mit den Protagonisten, anders entwickelt, als geplant. Der Ablauf der Geschichte spielt sich wie ein Film in meinem Kopf ab. Alles, was mir quer dazu einfällt, wird als Notizen auf Papier geschrieben.

5. Wie überarbeiten Sie Ihre Texte?

Daran halte ich mich sehr lange auf. Ich lese mehrmals Korrektur, wobei ich ständig andere Formulierungen finde. Es kommt auch vor, dass ich den Anfang beim Überarbeiten komplett umschreibe. Dies zieht wiederum ein komplettes Überarbeiten des gesamten Textes nach sich. Da fällt es mir schwer, mir selbst bzw. den geschriebenen Worten zu vertrauen. Ich versuche ständig, eine bessere Formulierung zu finden.

6. Wie sieht der Ort aus, an dem Sie schreiben?

Ein Tisch, ein Stuhl und ein Laptop…

7. Wer sind Ihre Leser? Kennen Sie Ihre Leser? Warum schreiben Sie ausgerechnet für diese Leser?

Bis auf einige Ausnahmen, kenne ich meine Leser bislang nicht. Das finde ich sehr schade und hoffe, durch Gruppen, Lesungen sowie Rezensionen mehr Kontakt zu meinen Lesern zu bekommen.

8. Was unternehmen Sie für den Erfolg Ihrer Bücher?

Ich bin in den sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook und google+ unterwegs. Auch einigen Gruppen bzw. Communities bin ich beigetreten, um dort mich und meine Bücher vorzustellen.

9.Wenn Bücher verboten wären, welches Buch würden Sie heimlich behalten?

Spontan fällt mir Passagier 23 von Sebastian Fitzek ein.

10. Was wäre Ihr wichtigster Tipp für einen neuen Autor?

An sich selbst glauben, nicht aufgeben. Sorgfältig arbeiten, lieber einmal mehr Kontrolle lesen. Feedback, besonders Kritik, aufnehmen, darüber nachdenken, um besser zu werden. Sich mit anderen Autoren vernetzen bzw. den persönlichen Kontakt suchen und pflegen.

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