Genre-Literatur: Cover und inneres Design aufeinander abstimmen

Jeder Leser empfindet ein schönes Cover als Bonus. Doch das Cover ist mehr als ein nettes Bild auf dem Umschlag. Idealerweise gibt es uns Informationen über den Inhalt des Buches, insbesondere über das Genre. Nackte weibliche Haut, ein beanzugter männlicher Körper, flehende blutende Frauen, Männer in martialischen Posen informieren den Leser in Bruchteilen von Sekunden. Durch das Coverbild angeregt, klickt der Leser auf „Kaufen“. Was passiert, wenn er das Buch öffnet?

Bücher aus Papier präsentieren ihr Inneres normalerweise mit schwarzer Schrift auf weißem Papier. E-Books dürften die meisten Leser ebenfalls so lesen, zumindest mit dunkler Schrift auf hellem Grund. Das ist neutral und verbindet Bücher und E-Books aller Genres. Sie können dieses neutrale Buchinnere jedoch mit relativ wenig Aufwand so designen, dass das Genre auch dort erkennbar ist.

Im Buchinneren sollte jedoch immer das Wort Vorrang haben. Designelemente sollen die Stimmung des Buches untermalen, nicht aber den Leser ablenken.

Der Schriftfont

In E-Books sollten Sie möglichst wenig Einfluss auf die Erscheinung der Schrift nehmen. Verzichten Sie auf integrierte Fonts. Leser wählen ihre Schriftfonts selbst und entscheiden sich für die Schrift, die sie am liebsten und am leichtesten lesen. In E-Books sollte der Schriftfont auf dem Cover zum Genre passen.

In gedruckten Büchern können Sie die Schrift festlegen. Die Lesbarkeit ist das wichtigste Kriterium. Wenn Sie eine romantische, strenge oder historisierende Schrift gefunden haben, testen Sie, ob die Schrift auf einer ganzen Seite gut aussieht und vor allem gut lesbar ist.

Bei Kapitelüberschriften dürfen Sie deutlicher werden. Eine Schrift, die auf einer Seite die Augen anstrengt, kann in einem Wort oder einer Zeile effektvoll sein.

Grafische Elemente

Im Bereich der Kapitelüberschrift, zwischen Abschnitten oder am Ende eines Kapitels wirken grafische Elemente gut. Im E-Book dürfen diese Elemente auch farbig sein.

Mit einem kleinen Bild, das thematisch zum gesamten Buch passt, signalisieren Sie dem Leser das Ende einer Szene oder eines zusammenhängenden Abschnitts. Endet ein Kapitel auf der rechten Seite, können Sie dort ein kleines Bild einfügen, an dem der Leser erkennt, dass es auf der nächsten Seite mit etwas Neuem weitergeht. In E-Books kann an jedem Kapitelende ein kleines Bild stehen. Achten Sie im E-Book darauf, dass jedes Kapitel mit einem Seitenwechsel beginnt.

Auf der Seite eines Kapitelanfangs können Sie in gedruckten Büchern großzügiger agieren. Vielleicht lassen Sie kleine Bilder um die Kapitelüberschrift tanzen. Oder Sie ziehen ein zum Genre passendes Muster bis zum Beschnittrand. Verzichten Sie dabei auf Farbenspiele, denn Farbdruck kostet mehr.

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