Friedrich Halm – Die Marzipan-Lise

Österreich-Ungarn um 1800. Der reiche Kaufmann Horváth wirft von der Kutsche aus einem vermeintlichen Bettler ein Goldstück zu. Der junge Mann stößt es mit dem Fuß von sich, weil es „zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel“ ist. Horváth, dem gerade ein fähiger Buchhalter fehlt, gibt dem jungen Mann ein Obdach und Arbeit auf Probe.

Bald wird Ferencz dauerhaft angestellt. Sein Charme bleibt bei Horváths Tochter Czenczi nicht ohne Wirkung, was Horváth gar nicht gerne sieht.

Beim Besuch eines österreichischen Handelsfreundes zwingt er Ferencz, am Gastmahl teilzunehmen. Der Gast berichtet von einem Mordfall, worauf Ferencz mit einer Spontanerkrankung reagiert und die Tafel verlässt.

Horváth ist nun mit seiner Geduld am Ende und weist Ferencz aus dem Haus. Dieser überredet Czenczi, mit ihm zu fliehen. Am Tag der Flucht überschlagen sich die Ereignisse und es wird immer klarer, dass Ferencz eine dunkle Vergangenheit hat.

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Friedrich Halm wurde am 2. April 1806 in Krakau als Sohn eines Beamten geboren. Sein bürgerlicher Name war Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen. Er besuchte Schulen in Melk und Wien und studierte in Wien Philosophie und Rechtswissenschaften. Er arbeitete im kaiserlich-königlichen Fiskalamt. Seine literarischen Aktivitäten hielt er lange geheim. 1835 wurde sein erstes Werk Griseldis unter dem Pseudonym Friedrich Halm uraufgeführt. Er veröffentlichte Schauspiele, Gedichte und Erzählungen. Von 1869 bis 1871 leitete er als Generalintendant die beiden Wiener Hoftheater. Seinerzeit gehörte er zu den beliebtesten Bühnenautoren, allerdings sind seine Werke heute weitgehend in Vergessenheit geraten.

Friedrich Halm starb am 22. Mai 1871 in Wien. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof.

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