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Sommerinterview 2015 – Helga Henschel

 Dies ist das neunte Sommerinterview auf meinem Blog. Hier lernen Sie Autoren oder Kollegen kennen, entdecken neue Bücher, finden Gemeinsamkeiten und sammeln vielleicht den einen oder anderen Tipp auf. Heute lesen Sie über Helga Henschel.

Helga Henschel (c) privat

Helga Henschel (c) privat

Bitte stellen Sie sich und Ihre Bücher kurz vor.

1. Wie lange schreiben Sie schon? Wann wussten Sie, dass Sie Ihre Texte veröffentlichen wollten?

Nach dem Studium der Ernährungswissenschaften ging es gleich mit dem Schreiben los. Mit einem Kommilitonen schrieb ich zwei Bücher bei richtigen „Verlagen“. Damals begann die Ernährungswelle, Leser interessierten sich für gesunde Ernährung und wollten mehr darüber wissen. Die Verlage waren damals froh, dass sie Autoren fanden. Nach einer Kinderpause fing ich wieder an mit eigenen Büchern auch im Ernährungsbereich beim Humboldt-Taschenbuchverlag. Es folgte eine Zeit, in der ich als freie Journalistin für Zeitschriften arbeitete. Das Anzeigengeschäft brach zusammen und ich musste die Branche wechseln. Es kamen ein paar Jahre als Angestellte. Nach zwei Jahren als Webdesignerin fing ich mit dem Schreiben in Vollzeit wieder an.
Inzwischen veröffentlichte ich drei eBooks, zwei Reisebücher und ein Kochbuch.

2. Wie groß ist der Anteil, der das Schreiben in Ihrem Leben einnimmt? Was machen Sie, wenn Sie nicht schreiben?

Ich schreibe täglich außer samstags. Wir verreisen gerne, dann schreibe ich ausführlich Tagebuch und mein Mann fotografiert.
Die Reise-Eindrücke veröffentliche ich in meinem Reiseblog www.trolley-tourist.de, der Mo-Mi-Fr mit neuen Beiträgen gefüllt wird.
Die schreibfreie Zeit verbringe ich mit Lesen zur Entspannung, Hausputz, gymnastischen Übungen, Rezepte ausprobieren und mir etwas ansehen im Urlaub, Museen.

3. Wodurch lassen Sie sich inspirieren? Wie entstehen aus Ihren Ideen Texte?

Durch Erlebnisse, durch meine Umwelt, durch das Lesen, durch Fernseh-Berichte und während meines Mittagsschläfchens. Dann wandern die Gedanken und es entstehen neue Ideen.

4. Planen Sie Ihre Bücher oder schreiben Sie ins Blaue? Wie behalten Sie die Übersicht über Handlungsstränge, Charaktere und Orte?

Ich schreibe bis jetzt noch keine Romane oder Krimis, ich bin eher die Sachliche. Die Reisebücher entstehen aus meinen Blog-Beiträgen und bei den Ernährungsbüchern geht es im Moment nach dem Motto „Dazu habe ich mal Lust“, „darüber schrieb ich schon mal“ oder „dazu müsste ich mal etwas schreiben“.

5. Wie überarbeiten Sie Ihre Texte?

Mein Mann liest Korrektur und gibt Tipps und Hinweise. Ich lese sehr oft meine Texte und überarbeite.

6. Wie sieht der Ort aus, an dem Sie schreiben?

Mein Arbeitsplatz ist in meinem schönsten Zimmer am Schreibtisch mit Blick auf den Garten. Der Schreibtisch ist voll mit Bildschirm, Laptop, Duden, Zetteln, Büchern, Kalender, Broschüren, Stifte, Schleich-Tieren, Weck-Gläsern für Stifte und Speicherstifte, Brillen, Knäckebrot und Bonbons

7. Wer sind Ihre Leser? Kennen Sie Ihre Leser? Warum schreiben Sie ausgerechnet für diese Leser?

Ich sollte meine Leser kennen, ich kenne sie aber nicht. Die Themen sind wohl zu unterschiedlich. Selbst bei den Kochbüchern lässt sich nicht mehr nur von Frauen ausgehen.

8. Was unternehmen Sie für den Erfolg Ihrer Bücher?

Ich „bespiele“ die Sozialen Medien und stelle Leseproben zusammen. Für mehr Marketing waren einige gute Ideen auf dem Selfpublishing-Day. Die muss ich umsetzen und ausweiten.

9. Wenn Bücher verboten wären, welches Buch würden Sie heimlich behalten?

Harry Potter

10. Was wäre Ihr wichtigster Tipp für einen neuen Autor?

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