By | 8. November 2020

rhetorische Mittel

Wenn wir schreiben, verwenden wir oft intuitiv Konstellationen im Satz, um bestimmte Effekte auszulösen. Damit stellen wir uns in eine lange Reihe von Schreibenden, die seit Tausenden von Jahren und in unterschiedlichen Sprachen ähnliche Konstellationen verwendeten. Sie alle greifen auf rhetorische Mittel oder auch rhetorische Figuren zurück. Es ist hilfreich, die wichtigsten dieser Stilmittel zu kennen, um sie bewusst einsetzen zu können.

Rhetorische Mittel – Was ist das?

Rhetorische Mittel sind Stilmittel. Viele der heute bekannten Stilmittel stammen aus der antiken Rhetorik, der Kunst der Rede. Die Rede diente der politischen Meinungsbildung, daher bediente sie sich sprachlicher Mittel, die Zuhörer (ausschließlich Männer, Frauen hatten keine politische Meinung zu haben) überzeugen, oder zumindest überreden sollten. Die erste Theorie der Rhetorik wurde von Aristoteles verfasst, doch bereits davor gab es Handbücher für Redner (auch alles Männer), die die einzelnen Mittel vorstellten und ihre Wirkung erklärten.

Seit der Antike wurden verschiedene Theorien der Rhetorik verfasst. Auch die Sprachwissenschaft befasst sich mit ihnen und untersucht, warum so viele Stilmittel in unterschiedlichen Sprachen funktionieren und wie Sprache unsere Wahrnehmung der Welt beeinflusst. Weil die Stilmittel auch überreden statt zu überzeugen, genoss die Rhetorik in der Aufklärung einen schlechten Ruf. Heute finden wir rhetorische Mittel nicht nur in der Rede und der Literatur, sondern auch in der Werbung.

Metapher: Wichtiges Stilmittel

Wenn Sie nach rhetorischen Mitteln suchen, finden Sie zahlreiche Artikel für Schüler und Studenten, und zwar sowohl für die Analyse von Texten als auch für das Verfassen. Diesen Artikeln will ich hier nicht nacheifern. Eine gute Übersicht bietet Bachelor Print für das Verfassen von Examensarbeiten. Der Lehrerfreund hat eine knappe Zusammenstellung von Stilmitteln für die Pinnwand neben dem Schreibtisch.

Das für mich mächtigste Stilmittel ist die Metapher. Autor*innen schreiben oft, dass sie Metaphern verwenden. Auch Journalisten und Werbetexter verwenden Metaphern. Die Metapher ist eine besonders effektive Methode, Bilder und Emotionen zu wecken.

Eine Metapher ist ein Vergleich ohne das Vergleichswort wie. Es wird also behauptet, eine Sache sei eine andere. Diese Stadt ist ein Dschungel. Der Strand ist ein Paradies. Das Leben in der umkämpften Region ist die Hölle. Dieses Produkt ist die Befreiung der Frauen von … Um diese Aussagen verstehen zu können, ist eine gemeinsame Vorstellung des Verglichenen notwendig. Oft sind das religiöse Traditionen, Mythen oder historische, aber auch politische Ereignisse, bzw. politische Erzählungen. Das kann dazu führen, dass ein Text eine esoterische Bedeutung für einen kleinen Kreis an Lesenden oder Zuhörenden bekommt, während andere ihn nicht verstehen oder aufgrund ihres anderen Vorwissens anders interpretieren.

 

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