Eigenverlag oder ein eigener Verlag – ein Befreiungsschlag für Autoren?

 Dem Begriff Eigenverlag hängt in Deutschland ein Geruch der Unprofessionalität an. Schließlich, so suggeriert das Establishment der Verlagshäuser, steht es jedem Autoren frei, sein Buch bei einem ihrer Häuser veröffentlichen zu lassen. Außerdem möchte das jeder Autor, wie man im Newsletter des mvb ( http://www.boersenblatt.net/521947/?t=newsletter ) nachlesen kann. Das Fazit liegt nahe: Wer im Eigenverlag veröffentlich, ist bei den Kennern der Brache abgeblitzt und das sicherlich aufgrund der schlechten literarischen Qualitäten seiner Arbeit.

Ist dem so?

Ich sage nein, dem ist nicht so. Entscheidet Qualität wirklich über die Annahme eines Manuskripts oder ist es nicht vielmehr die Einschätzung, als Produkt lasse sich der Text nicht verkaufen? Wer genügend Absagen von Verlagen und Agenten erhalten hat, kann, nachdem die postwendenden Standardabsagen aussortiert wurden, zwei Hauptargumente finden.

  1. Die Zielgruppe ist zu klein oder nicht relevant.
  2. Das Manuskript ist keinem Genre zuzuordnen oder das Genre wird vom Verlag nicht vertreten.

Man liest auch oft einen Hinweis auf die Subjektivität der Entscheidung, was auf jeden Fall als gutes Zeichen gewertet werden sollte, denn was bei den Verlagsleuten nicht ankommt, könnte durchaus bei den Lesern ankommen. Dummerweise haben die keine Möglichkeit, die herauszufinden.

Wer diese Ablehnung oft genug erlebt hat, kann sich entscheiden, das Schreiben gänzlich einzustellen. Es gibt jedoch die Möglichkeit des Eigenverlags.

Neue Produkte wie Print on Demand oder E-Books ermöglichen es Autoren, die eigenen Werke selbst zu verlegen. Für mich war diese Entscheidung ein Befreiungsschlag, allerdings auch ein Sprung ins kalte Wasser und ein fortwährendes Abenteuer.

Nicht nur die Selbstständigkeit, auch eine freiberufliche Tätigkeit als Autorin und Verlegerin neben dem eigentlichen Beruf kann sich wie eine Befreiung anfühlen. Informieren Sie sich immer, welche Auswirkungen so ein Schritt auf Ihre Sozialversicherungen hat. Auch das Thema Berufsunfähigkeit sollten Sie nicht verdrängen – denn selbst darin kann eine Chance für Ihr Schreiben liegen. Ein sehr informatives und auch noch kostenloses E-Book zur Berufsunfähigkeit können Sie hier herunterladen.

Wer seine eigenen Erfahrungen einbringen möchte, kann dies gerne tun.

 

 

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