Den Urheber beim Namen nennen

 gellinger_paragraph-1161139_1920_pixabay_kleinerFrüher interessierte es nur wenige Menschen, wer die Rechte an einem Text oder einem Bild hielt. Heute produzieren und veröffentlichen viel mehr Menschen Texte und Bilder, und viel mehr Menschen suchen nach Texten und Bildern. Leicht kommt es dabei zu Verletzungen der Rechteinhaber. Als Autor sollten Sie sich deshalb informieren, was für Rechte an Texten, die Sie zitieren, Bildern, die Sie übernehmen und Musik, mit der Sie Texte unterlegen, bestehen und wie Sie diese Rechte wahren.

Urheberrechtsverletzung und Plagiat

Die Begriffe Urheberrechtsverletzung und Plagiat tauchen in den Medien immer wieder auf. Grob gesagt, verletzen Sie das Urheberrecht, wenn Sie den Text eines Buches kopieren und diese Kopie verkaufen. Eventuell sieht Ihre Kopie exakt so aus wie das Originalbuch. In diesem Fall täuschen Sie die Leser und verletzen die Rechte des Autors. Kopieren Sie den Inhalt des Buches, fügen einige kleine Änderungen ein und verkaufen das veränderte Buch als Ihr eigenes Werk, bringen Sie ein Plagiat in den Handel. Auch in diesem Fall verletzen Sie die Rechte des Urhebers des kopierten Buches.

Hier finden Sie die Definitionen von Urheberrecht und  Plagiat. Da in den letzten Jahren viel von Plagiaten bei Dissertationen die Rede war, besteht unter Doktoranden große Unsicherheit. Die Universität Augsburg erklärt, wie sich die Situation für wissenschaftliche Werke darstellt. Hier können Sie das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte nachlesen.

Wo finde ich Informationen?

Eine umfangreiche und gut verständliche Übersicht über das Urheberrecht bietet die Bundeszentrale für politische Bildung. Dort gibt es ein Dossier zum Thema, das die Rechtslage erklärt und auch auf unsichere Aspekte des Rechts hinweist. Zum Download steht ein von irights.info zusammengestelltes Buch bereit. Übrigens ist auch die Internetseite von irights.info informativ. Dort finden Sie auch Informationen zu Urheberrechten in sozialen Medien, bei Verträgen, bei Videos usw.

Kommentar verfassen

Related Post

Nützen Agenten Indie-Autoren?Nützen Agenten Indie-Autoren?

Agenten verstehen sich heute oft als Dienstleister, die Verlagen die Suche nach geeigneten Manuskripten abnehmen und Autoren zu Verträgen mit Verlagshäusern verhelfen. In einer Zeit, in der Autoren auch ohne Verlag Bücher veröffentlichen und verkaufen können, müssen auch Agenten umdenken. Wenn sich eines Tages Autoren nicht mehr als praxisuntaugliche Künstler,

Allein am SchreibtischAllein am Schreibtisch

Allein am Schreibtisch – für die einen ein Traum, für die anderen ein Horror. Wer Bücher schreibt und womöglich selbst verlegt, verbringt viel Zeit an diesem Ort. Dabei sollte man sich der Vor- und Nachteile dieses einsamen Arbeitsplatzes bewusst sein, um Fehlentwicklungen vorbeugen zu können. An meinem Schreibtisch bin ich

Worüber schreibst du?Worüber schreibst du?

Wir alle haben das schon einmal erlebt: Wir sind auf einer Party, wir lernen neue Leute kennen, es stellt sich heraus, dass wir schreiben. Und unweigerlich fragt jemand „Worüber schreibst du?“ Auf die Frage sind wir (seltsamerweise) nicht vorbereitet, wir legen los und beschreiben unser Buch, während die Augen unseres

%d Bloggern gefällt das: