Making of … im Buch-Marketing

Leser interessieren sich nicht nur für das Buch und seinen Inhalt. Fragen bei Lesungen und in den sozialen Medien zeigen immer wieder, dass Leser großes Interesse am Schreibakt haben, an den Ideen, den autobiografischen Bezügen und an der Entstehung von Charakteren und Handlungssträngen. Eine schöne Idee, Leser an der Entstehung des Buches teilhaben zu lassen, ohne sie direkt an den Schreibtisch zu setzen ist ein Making-of.

Über Filme gibt zahlreiche Making-ofs, also Dokumentationen über die Entstehung des Films. Das können auch Autoren. Leicht umzusetzen ist so ein Making-of für das Cover. Das Cover ist sichtbar und relativ leicht zu analysieren, dagegen ist es viel schwieriger, den eigenen Schreibprozess so aufzubereiten, dass interessierte Leser sinnvolle Informationen daraus ziehen können. Die Autorin Jamie Craft hat in ihrem Blog erklärt, wie sie das Cover für ihren Roman Die Prophezeiung erstellt hat.

Der besondere Reiz an diesem Making-of ist, dass der Hintergrund der Handlung auf Tatsachen beruht. Zudem spielt die Handlung in einer Zeit, die bereits gut mit Bildern dokumentiert ist. Die Autorin konnte daher auch auf historische Bilder zurückgreifen.

Zu einem Making-of gehört, dass man erklärt, wie man vorgegangen ist. Jamie Craft beschreibt daher, wie sie passende Bilder gefunden und für das Cover bearbeitet hat. Sie berichtet auch von dem Problem, ein bestimmtes Bild aufzutreiben und erzählt von Versuchen, das Bild durch eine eigene Zeichnung zu ersetzen. Schließlich erzählt sie, wie es ihr doch noch gelungen ist, das genau richtige Bild zu finden.

Wenn Sie den Blog-Post von Jamie Craft lesen, merken sie schnell, dass ein Making-of nicht kompliziert gestaltet sein muss. Ein kurzer Text mit Bildern und eingestreuten Informationen genügt, den Leser neugierig auf das fertige Cover – und natürlich auch auf das Buch – zu machen.

 

2 Gedanken zu „Making of … im Buch-Marketing

  1. Hallo Martina. ich habe den Artikel gelesen. Sehr interessant. Gestern Abend war ich bei einer Lesung und es wurde nichts persönliches erzählt. es hat mir gefehlt. Ich hätte gerne mehr darüber gewusst. also tolle Anregung und Beispiel. Ist sehr ausbaufähig. Danke!

    1. Hallo Helga, danke für das Lob. Wir merken es ja selbst, wenn wir in der Rolle des Lesers sind, dass persönliche Erfahrungen oder Anekdoten den Genuss und die Sympathie erhöhen.

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