Leserbriefe – Wie gehe ich damit um?

Leserbriefe

Irgendwann landen sie im Briefkasten oder im Posteingang des E-Mail-Programms: Leserbriefe. Dass sie kommen, ist schön. Meistens jedenfalls. Andere Menschen haben unsere Texte gelesen und möchten und uns mitteilen, wie ihnen unsere Bücher gefallen haben. Wenn sie uns mitteilen möchten, dass ihnen die Bücher nicht so gut gefallen haben, ist das weniger schön. Wie gehe ich mit Leserbriefen um?

Leserbriefe zu Herzen nehmen?

Wenn wir Leserbriefe weit fassen, gehören dazu nicht nur Briefe auf Papier und E-Mails, sondern auch Direktnachrichten in den sozialen Medien, Kommentare unter unseren Posts und das Teilen unserer Posts mit einem Kommentar. Selbst wenn sich noch nie ein Fanbrief in den Briefkasten neben Ihrer Haustür verirrt hat, haben Sie vermutlich schon zahlreiche Leserbriefe in diesem weiteren Sinn bekommen

So wie wir uns freuen, dass andere Menschen sich die Mühe machen, uns ihre Gedanken zu unseren Büchern mitzuteilen, so freuen sich auch Leser*innen, wenn wir auf ihre Briefe reagieren. Für die meisten Autor*innen ist es nur wenig zeitaufwändig, auf geteilte Posts, Erwähnungen, Kommentare, Retweets etc. mit einem Dank zu reagieren. Natürlich können wir nur da reagieren, wo wir die Erwähnung auch bemerken. Wenn uns jemand auf einer Plattform, die wir nicht kennen, erwähnt, ist das nicht zu ändern.

Leserbriefe enthalten oft Lob. Manchmal erzählen sie davon, was das Buch mit der Leserin oder dem Leser gemacht hat. Solche persönlichen Informationen verdienen es, dass wir darauf reagieren.

Gelegentlich enthalten die Leserbriefe Kritik oder Wünsche, wie das Buch verändert werden soll, oder Anregungen für das nächste Buch. Kritik in Leserbriefen sollten wir wie Rezensionen auffassen. Wenn die Kritik sachlich ist und ein echtes Problem berührt, können wir überlegen, ob wir darauf eingehen. Selbstverständlich werden wir ein Buch nicht völlig neu schreiben. Unsachliche oder persönliche Kritik sollten wir ausblenden – so gut das möglich ist.

Darf ich Leserbriefe veröffentlichen?

Leserbriefe fallen nicht automatisch unter das Urheberrecht, aber wer einen Leserbrief schreibt, kann den Schutz seiner Persönlichkeit verlangen. Wenn wir uns über einen Brief gefreut haben und ihn anderen Leser*innen zeigen möchten, zeugt es von gutem Stil vorher um Erlaubnis zu bitten. Das gilt besonders, wenn der Brief aus Platzgründen gekürzt werden soll.

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