Was ist ein Glossar?

Glossar

Der Duden definiert ein Glossar als Wörterverzeichnis, das entweder eigenständig oder im Anhang eines Buches erscheint. Das Glossar erklärt Wörter aus dem Text, die den Lesenden wahrscheinlich nicht geläufig sind. Da diese Wörter schnell nachgeschlagen werden können, muss der Lesefluss nicht für eine Suche in einem Wörterbuch oder Lexikon unterbrochen werden. Für Autor*innen stellt sich die Frage, ob ihr Buch ein solches Wörterverzeichnis benötigt und wie sie es aufbauen.

Braucht mein Buch ein Glossar?

Das Digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache DWDS gibt eine Wolke mit Wörtern, die oft in Verbindung mit Glossar auftreten. Dazu gehören u. a.  Fachausdruck, Literaturverzeichnis, Stichwortverzeichnis. Solche Wörter  gehören in den Kontext Lernen, Studium, Bibliothek. Naheliegend ist daher, dass ein Sachbuch ein Wörterverzeichnis benötigen könnte. Ob dem im Einzelfall so ist, hängt vom Inhalt des Buches und von der Zielgruppe ab.

Sachbücher für Kinder kommen ohne Worterklärungen außerhalb des Textes aus. Aber schon in Sachtexten für Jugendliche kann es hilfreich sein, einzelne Begriffe nicht im Text, sondern in einem Anhang zu erklären. Allerdings benötigen auch nicht alle Sachbücher für Erwachsene ein Glossar. Weniger komplexe Zusammenhänge lassen sich auch im Text erläutern. Je komplizierter die mit einem Begriff gemeinten Zusammenhänge sind, desto eher sollten die Begriffe im Anhang erklärt werden.

Neben Sachbüchern können auch Kochbücher von einer Liste mit Erklärungen für Lebensmittel, Geräte oder Methoden profitieren. Sogar für Belletristik sind Glossare vorstellbar, etwa wenn Wörter aus anderen Sprachen für das Textverständnis wichtig sind, oder wenn die Handlung in einer anderen Welt spielt.

Wie erstelle ich ein Glossar?

Je nachdem, wie viele Seiten für den Anhang zur Verfügung stehen, werden Glossare einspaltig oder zweispaltig formatiert. Um Platz, und damit Seiten, zu sparen, dürfen Anhänge in einem kleineren Textfont gedruckt werden. Die Schrift sollte aber keinesfalls so klein sein, dass das Lesen schwerfällt.

Am bequemsten können Lesende in alphabetisch geordneten Verzeichnissen den gesuchten Begriff und seine Erklärung finden. Das zu definierende Wort ist oft fett hervorgehoben. Es steht entweder vor der Erklärung oder erscheint in den ersten Sätzen.

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