Orte recherchieren

Orte recherchieren

Auch wenn ich weiß, wie die Orte in meinem Buch aussehen, stoße ich immer wieder auf Fragen, die ich nicht beantworten kann. Kenne ich die Orte nicht, ergeben sich naturgemäß noch mehr Fragen. Ich habe festgestellt, dass Orte recherchieren oft mehr Zeit in Anspruch nimmt, als die Suche nach anderen Fragen. Wie gehe ich vor?

Orte recherchieren — Bilder suchen

Selbst wenn ich einen realen Ort gut kenne, brauche ich manchmal eine Einstimmung auf den Ort. Bei Orten, die ich persönlich noch nie oder nur vor langer Zeit einmal besucht habe, ist eine Einstimmung noch wichtiger. Dazu sehe ich mir gerne Bilder an. Die Bilder können in Büchern sein, doch es ist sehr aufwändig und nicht immer praktikabel, Bücher über alle Orte in einem Buch zu finden, zu kaufen oder auszuleihen und für die Dauer des Projekts auch zu behalten.

Im Internet nutze ich gerne Seiten für Touristen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Auch die offizielle Internetseite eines Orts enthält oft Bilder, die helfen, ein Gespür für Gebäude und Landschaft zu bekommen. Aber auch auf Seiten für Stockfotos wie pixabay.com gibt es manchmal Bilder aus Städten oder von Landschaften. Auch in sozialen Medien gibt es Bilder und Berichte.

Karten durchsuchen — vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Auch Karten sind hilfreich, vor allem wenn es um Beziehungen zwischen verschiedenen Orten, Entfernungen oder um einen Überblick über die Landschaft gibt.

Wichtige Hilfsmittel beim Orte recherchieren sind GoogleMaps und GoogleEarth. Anders als Karten aus Papier erlauben sie unterschiedliche Ansichten der Orte, mal als Karte, mal als Satellitenansicht. Mit GoogleEarth ist es sogar möglich, durch die Straßen einer Stadt zu gehen. Es gibt die Möglichkeit, Routen zu planen oder Bilder von Besuchern anzusehen.

GoogleMaps und GoogleEarth geben relativ aktuelle Ansichten von Orten. Wenn das Buch in der Vergangenheit spielt, helfen alte Karten. Das Landkartenarchiv umfasst eine große Sammlung von Karten aus den deutschsprachigen Ländern, Europa und der Welt aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert. Weitere historische Karten gibt es beispielsweise bei GR-Atlas, oder Arcanum Karten. Eine Suche im Netz lohnt sich.

 

Kommentar verfassen

Related Post

Schreibwerkstatt Roman 6: TextgerüsteSchreibwerkstatt Roman 6: Textgerüste

Es gibt verschiedene „Grundgerüste“ für lange Texte wie einen Roman. Nicht jeder Roman lässt sich eindeutig einem solchen „Grundgerüst“ zuordnen, nicht jeder Autor schreibt bewusst nach so einem Muster. Vorteile des festen Konzepts Es bietet sich an, erste Gehversuche im Schreiben unter Zuhilfenahme eines bewährten Musters zu unternehmen. Der wichtigste Vorteil bei einer

Fotoapparat? — Ich schreibe dochFotoapparat? — Ich schreibe doch

Wir alle wissen, dass wir zum Schreiben Ideen brauchen und dass Ideen äußerst flüchtig sein können. Aus diesem Grunde tragen wir Notizbücher mit uns herum. Warum nicht auch einen Fotoapparat? Auch damit können wir Ideen festhalten, aber anders als mit dem Notizbuch. Fotografieren und notieren — Was unterscheidet die Methoden

Aus den Augen des anderen gesehen – personale ErzählperspektiveAus den Augen des anderen gesehen – personale Erzählperspektive

Der personale Erzähler ist kein Charakter und auch nicht der Autor. Der personale Erzähler ist eine Stimme im Kopf des Lesers, die der Autor erschaffen hat. Die Stimme lässt Leser die Handlung aus dem individuellen Blickwinkel eines der Charaktere erleben. Dieser Charakter wird mit er/sie bezeichnet. Leser können sich identifizieren Der

%d Bloggern gefällt das: