Netgalley für Deutschland: Dienstleister verteilt Rezensionsexemplare

 pixelia_writing-658383_1280_pixabay_kleinerIm englischsprachigen Raum ist netgalley.com ein bekannter Dienstleister für die Verteilung von Rezensionsexemplaren. Das Wort „galley“ heißt auf Deutsch „Druckfahne“. Es geht also vor allem darum, noch nicht erschienene Bücher bekannt zu machen. Für britische und amerikanische Autoren, auch für Self-Publisher, ist Netgalley daher seit Jahren eine Option. Der Dienstleister ist jetzt auch in Deutschland aktiv, wendet sich hier jedoch zunächst nur an Verlage.

Verlage listen ihre Titel gegen eine Gebühr, für Leser ist die Teilnahme kostenlos. Leser registrieren sich über ein Anmeldeformular. Sie können dann in den Neuerscheinungen der teilnehmenden Verlage nach interessanten Titeln suchen, um Rezensionsexemplare anzufordern, sie herunterzuladen und auf allen Lesegeräten zu lesen. Verlage wiederum haben die Möglichkeit, Leser direkt auf eine Neuerscheinung aufmerksam zu machen und sie zum Lesen einzuladen. Eine Rezension ist nicht erforderlich. Da Verlage daran interessiert sind, die Einstellungsgebühren wieder einzuspielen und deshalb auf Bekanntheit ihrer Neuerscheinungen durch Rezensionen setzen, werden sie genau beobachten, welcher Leser Rezensionsexemplare anfordert, ohne diese zu besprechen.

Unabhängige Autoren finden derzeit keine Informationen auf den deutschen Seiten von Netgalley, ob und wann auch Self-Publisher den Service für ihre Titel nutzen können. Die FAQ-Seiten des amerikanischen Netgalley erkennen Besucher aus Deutschland und leiten sie auf die nicht existierenden deutschen Seiten um.  Das ist bedauerlich, denn der Artikel The Savvy Self-Publisher’s Guide to NetGalley von Daniel Lefferts in Publishers Weekly zeigt, wie effektiv die Kollegen in Übersee den Service nutzen.

 

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