By | 17. Mai 2018

Die Vorbereitung eines Manuskripts für die Veröffentlichung als Printbuch beginnt, bevor Sie das Manuskript zu einem Buchdesigner schicken oder es in einem Layout-Programm öffnen. Es geht darum, Fehler und Formatierungen zu entfernen, die bei der Erstellung der Druckvorlage Probleme bereiten können. Dabei sollten Sie beachten, dass die meisten Fehlerquellen nicht sichtbar sind.

Gleichgültig ob Sie Ihr Manuskript mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Smartphone oder auf dem Laptop schreiben, zu irgendeinem Zeitpunkt vor der Erstellung der Druckvorlage müssen Sie eine Manuskriptversion in einem Textverarbeitungsprogramm anlegen. Wenn Sie das Manuskript in so einem Programm erstellen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie Formatierungen vornehmen. Viele Formatierungen finden Sie, wenn Sie sich die nicht druckbaren Zeichen anzeigen lassen. Dazu klicken Sie das Zeichen ¶. Sie finden die nicht druckbaren Zeichen unter Ansicht, Bearbeiten oder Extras. Viele Programme stellen die nicht druckbaren Zeichen blau dar, um sie von den normalen Schriftzeichen zu unterscheiden. Zeichen für Leerzeichen sind Punkte etwa in halber Höhe einer Zeile , Tabulatoren sind kurze waagerechte Pfeile , Absatzmarken sind das Zeichen .

Viele dieser Formatierungsprobleme entstehen nicht, wenn Sie die Formatierungen Ihres Textverarbeitungsprogramms nutzen!

Zwei oder mehr Leerzeichen

Mit bloßem Auge erkennt man auf dem Monitor oder einem Ausdruck selten, ob eine oder zwei Leerzeichen zwischen zwei Wörtern stehen. Wenn Sie das ¶-Zeichen anschalten, sehen Sie die Leerzeichen. Doch auch dann können Sie versehentlich zweimal auf die Leertaste tippen.

Gehen Sie in Suchen/Ersetzen. Geben Sie in das Suchfeld zwei Leerzeichen ein. Sie sehen die Leerzeichen nicht! Im Ersetzen-Feld geben Sie nur ein Leerzeichen ein. Suchen Sie, bis Sie kein doppeltes Leerzeichen mehr finden.

Zeilenumbrüche

Manche Autoren verwenden Leerzeichen, um einen Zeilenwechsel zu erzwingen. Wiederholen Sie den vorherigen Schritt mit drei, vier und fünf Leerzeichen. Entfernen Sie die Leerzeichen. Nur am Ende eines Absatzes setzen Sie ¶.

Einige Autoren erzwingen innerhalb eines Absatzes einen Zeilenumbruch, indem sie die Returntaste betätigen. Auf diese Weise wird jede Zeile zu einem Absatz. Entfernen Sie diese Zeilenumbrüche.

Doppelte Absatzmarke

Um einen Szenenwechsel anzuzeigen, setzen einige Autoren zwei Absatzmarken. Entfernen Sie eine Absatzmarke. Als Hinweis auf den Szenenwechsel können Sie ein Sternchen setzen ∗.

Einzüge

Einen Einzug in der ersten Zeile eines Absatzes sieht man besonders bei belletristischen Büchern häufig. Einige Autoren setzen dazu einen Tabulator →.

Auch ganze Textstellen, etwa für Zitate oder Briefe werden gelegentlich so eingerückt. Entfernen Sie die Tabulatoren und ersetzen Sie sie durch eine Absatzformatierung aus dem Menü des Programms.

Seitenumbrüche

Manchmal zieht sich das Zeichen für die Absatzmarke über fast eine ganze Seite, wenn ein neuer Abschnitt oder ein neues Kapitel auf einer neuen Seite beginnen soll. Werden vorher im Text Änderungen vorgenommen, rutschen die Absatzmarken und mit ihnen der Beginn des neuen Kapitels nach vorne oder nach hinten.

Entfernen Sie diese Ketten von Absatzmarken und fügen Sie Seitenumbrüche ein.

Ellipsen, Auslassungszeichen

Schnell tippt man für das Auslassungszeichen dreimal auf den Punkt. Werden Wörter im Satz gelöscht oder ergänzt, rutschen diese drei Punkte nach hinten oder nach vorne und werden am Zeilenende auch getrennt. Ersetzen Sie die drei Punkte durch das Auslassungszeichen … .

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