By | 8. August 2019

Unsere alltägliche Sprache ist so voll von Metaphern und Klischees, dass wir sie kaum noch bemerken. Sobald alltägliche Sprache in Büchern erscheint, fallen sie jedoch auf. Was in einem normalen Gespräch das Gefühl der Gemeinsamkeit stiftet, wirkt in einem erzählenden Text oder in einem Dialog flach und farblos. Das mag das Markenzeichen eines einzelnen Charakters sein, doch ein ganzes Buch voll Klischees und abgenutzter Metaphern stößt Leser*innen vor den Kopf.

Wir sind alle in der Lage, neue Metaphern zu schaffen, die unsere Leser*innen auch problemlos verstehen können. Die Regeln dazu haben wir mit unserer Muttersprache gelernt. Übrigens sind wir meistens in der Lage, Metaphern in anderen Sprachen zu verstehen, weil die Regeln universell sind.

Wenn wir die alten Metaphern und Klischees hinter uns lassen wollen, müssen wir uns nur die Mühe machen, neue gedankliche Bilder zu finden. Das können wir üben, indem wir altbekannte Ausdrücke neu formulieren.

Hier ist eine Liste mit Ausdrücken, die gerne neu belebt werden möchten:

  • platt wie eine Flunder
  • wie ein Elefant im Porzellanladen
  • treu wie Gold
  • eine Nadel im Heuhaufen suchen
  • hart wie Stein
  • sanft wie ein Lamm
  • weiß wie ein Bettlaken
  • lahm wie eine Schnecke

 

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