Wie werde ich ein Geist?

Geist

Ein Geist kann in vielen unterschiedlichen Büchern erscheinen. Ebenso unterschiedlich wie die Bücher kann das Wesen dieses Geists sein, sein Umfeld und, ja, sein Werdegang. Darüber, wie ein Spukwesen entsteht und gegebenenfalls endet, lohnt es sich nachzudenken.

Wie entstand der Geist?

Ein Geist muss irgendwo herkommen. Vielleicht begann er mit einer Existenz an Mensch, lebte sein Leben und kam zu einem Ende. Wie das Ende oder der Tod kam, hat vermutlich Einfluss auf das Verhalten und die Grundstimmung. Mord oder Unfall, vielleicht Suizid, das sind Todesarten, die etwas im Menschen dazu verleiten oder gar zwingen könnten, auf der Erde zu bleiben. Rache zu üben ist ein guter Grund, Warnen und Abwehren ebenfalls. Ebenso vorstellbar ist, dass das überirdische Wesen einfach daran interessiert ist, dass sein Körper gefunden wird. Auch das ist eine Form von Rache, besonders wenn der Mörder noch lebt.

Möglicherweise mochte der lebende Mensch einen bestimmten Ort so sehr, dass er ihn nicht verlassen wollte oder konnte. Nun beschützt er den Ort und seine Bewohner. Aber vielleicht ist genau das Gegenteil der Fall: Der Mensch hasste den Ort und ist deshalb nach dem Tod an ihn gefesselt. So ein Spukwesen ist sicherlich von schlechter Laune getrieben und hegt wenig Sympathie für die jetzigen Bewohner.

Wie endet der Spuk?

Diese Frage stellen sich Menschen in Büchern oft genug, wenn Möbel durch die Luft fliegen und hohle Seufzer aus den Wänden hallen.

Es wäre gut zu wissen, was den Geist motiviert, aber meistens ist das unmöglich herauszufinden, ohne weitere übernatürliche Kräfte zu aktivieren. Eine alte Bibliothek mit staubigen, in rissiges Leder gebundenen Büchern, kann auch weiterhelfen. Im schlimmsten Fall eine Recherche im Internet, zur Not in einem digitalisierten Buch aus der abgebrannten Schlossbibliothek.

Immer wieder hört man von Personen, die behaupten, sie wüssten, wie man Geister bannt. Verstehen sie ihr Handwerk, verfolgen sie oft eigene, dunkle Ziele. Behaupten sie nur zu wissen, was den Geist vertreibt, sind sie entweder naiv und daher ungewollt gefährlich, oder ihnen geht es um den schnöden Mammon. Auch in diesem Fall können sie großen Schaden anrichten.

Aber vielleicht erreicht der Geist sein Ziel und kann einfach so verschwinden. Ganz ohne Hilfe gelingt ihm das selten. Also muss sich ein lebender Mensch bereit erklären zu helfen. Dann droht Lebensgefahr, dem Helfer, der Helferin oder der unglücklichen Person, die der Geist für verantwortlich hält.

Kommentar verfassen

Related Post

Deutsche Sprache, schwere Sprache – aber gut für die Sprache der CharaktereDeutsche Sprache, schwere Sprache – aber gut für die Sprache der Charaktere

Meine Eltern sprechen untereinander und mit ihren ältesten Freunden Plattdeutsch, Stolberger Platt aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet bei Aachen. Seit ich in Ostfriesland lebe, sprechen die Leute um mich herum ostfriesisches Platt. Und als ich Deutsch als Zweitsprache unterrichtete, sprachen die Leute um mich herum viele verschiedene Sprachen. Zu mir sprechen

Wer schreibt wen?Wer schreibt wen?

Wenn Sie trotz aller Planungen nicht zufrieden mit Ihrem aktuellen Manuskript sind, wenn Sie alle Schreibratgeber gelesen und das Gelesene nach bestem Wissen berücksichtigt haben und trotzdem dieses nagende Gefühl bleibt, dass Ihr Roman auf ungreifbare Weise unbefriedigend bleibt, dann … ist es Zeit für eine andere Herangehensweise. Denn es

%d Bloggern gefällt das: