Textfonts – Welche Schriften kann man gut lesen?

Textfonts

Bücher sind zum Lesen, also brauchen Sie für das Design des Buchinneren Textfonts. Die Auswahl an Schriften ist groß, deshalb ist es wichtig zu überlegen, was für Ihre Leser*innen beim Lesen wichtig ist.

Textfonts – Auf dem Cover und im Buch

Leser*innen von E-Books stellen an den Lesegeräten ihre favorisierte Schrift ein. Hier sollten Sie allenfalls eine besondere Schrift für die Kapitelüberschriften hinzufügen. Bei gedruckten Büchern tragen Sie und gegebenenfalls Ihr*e Designer*in die Verantwortung für die Wahl der Schrift.

In Hinblick auf die Schrift sind Cover und Buchinneres Bereiche mit eigenen Prioritäten. Während die Schrift aus dem Cover auffallen und zugleich lesbar sein soll, erwarten Leser*innen im Buchinneren eine gut lesbare Schrift, deren Eigenheiten nicht vom Text ablenken.

Bei der Suche nach Schriften fällt auf, dass bei einigen Textfonts an den Buchstaben kleine Verzierungen angebracht sind. Diese Verzierungen heißen Serifen und sollen an das An- und Absetzen einer Schreibfeder erinnern. Sie erleichtern dem Auge das Wandern von Buchstabe zu Buchstabe. Traditionell verwendet man Serifenschriften in erzählenden Texten.

Schriften ohne diese Verzierungen heißen serifenlos, Sans Serif oder Sans. Bei ihnen fehlen die kleinen Verzierungen, die Buchstaben stehen deshalb klar geschnitten nebeneinander. Traditionell verwendet man serifenlose Schriften in Sachbüchern.

Textfonts und Schriftgröße

Schriftgröße und Zeilenhöhe

Für die Gestaltung des Buchinneren ist die Schriftgröße wichtig. Die Höhe und Breite der Buchstaben, sowie die Höhe der Zeilen entscheiden über die Zahl der Seiten im Buch, was letztlich Einfluss auf die Druckkosten hat. Normalerweise legen Druckereien eine durch 4 teilbare Seitenzahl zugrunde.

Hinsichtlich der Lesbarkeit wird eine Größe zwischen 9 und 12 empfohlen. Allerdings unterscheidet sich die Buchstabenhöhe von Schrift zu Schrift, sodass die Zahl der Schrift Größe nur ein Anhaltspunkt sein kann. Auf dem Bild oben sind alle Textfonts in Größe 12, doch die tatsächliche Größe und Breite variieren.

Die Schriftgröße hat auch Einfluss auf die Höhe des Zeilenabstands. Ein zu kleiner Abstand erschwert das Lesen, weil die Buchstaben der Zeilen zu dicht beieinander sind, ein zu großer Abstand unterbricht den Lesefluss. Grundsätzlich gilt, dass je größer eine Schrift ist, desto größer der Abstand der Zeilen sein sollte.

Ehe Sie das ganze Buch formatieren, sollten Sie mehrere Schriften und Schriftgrößen testen. Kopieren Sie dazu Text in eine Doppelseite der Formatierungsvorlage, die bereits Ränder, Kopfzeilen und Seitenzahlen enthält. Verändern Sie Textfont und Schriftgröße und drucken Sie jede Variante im Querformat aus. Falls nötig schneiden Sie die Seite auf das gewählte Format zu. Vergleichen Sie dann die Lesbarkeit. Vergessen Sie nicht, diese Druckproben mehreren Testpersonen vorzulegen.

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