Fifty Shades of Fiction – Gegen das Grau der Bestsellerlisten

 Die Bestsellerlisten weisen Grau als die Farbe des Lesens aus und reduzieren Autoren im Self-Publishing oder bei Kleinverlagen auf Käuflichkeit und Anleitungen für Sexpraktiken. Shelf Unbound hält mit Farbe dagegen. Die Ausgabe für August und September trägt daher den Titel Fifty Shades of Fiction.

Über Shelf Unbound habe ich unter anderem hier geschrieben. Für die, die dem Link nicht folgen möchten, sei kurz gesagt, dass es sich um eine US-amerikanische online-Zeitschrift handelt, die kostenlos über unabhängige Buch- und E-Book-Veröffentlichungen informiert. Ältere Ausgaben von Shelf Unbound kann man kostenlos lesen. Die Zeitschrift feiert mit der aktuellen Ausgabe ihren zweiten Geburtstag.

Fifty Shades of Fiction arbeitet mit Farbe, sowohl im Layout als auch in den Titeln.

Die Feature-Seiten sind Gelb, Blau, Pink, Grün und Rot.

Auf den Seiten 12 und 13 werden sechs aktuelle Bücher vorgestellt, deren Titel eine Farbe enthalten. Klassiker mit einem Farbwort im Titel finden sich auf den Seiten 24 bis 27. Darunter sind auch in Deutschland bekannte Bücher von  Nathaniel Hawthorne (The Scarlet Letter – der scharlachrote Buchstabe), Thomas Pynchon (Gravity’s Rainbow – Die Enden der Parabel), Kurt Vonnegut (Bluebeard – Blaubart), Anthony Burgess (A Clockwork Orange – Uhrwerk Orange), Anna Sewell (Black Beauty), Alice Walker (The Color Purple – Die Farbe Lila), Oscar Wilde (The Picture of Dorian Gray – Das Bildnis des Dorian Gray).

Wie immer lohnt es sich zu prüfen, ob es den einen oder anderen Titel in deutscher Übersetzung gibt, was für die Klassiker größtenteils gilt. Natürlich kann man immer auch die englische Ausgabe lesen, denn wie Manfred Krug im Tatort „Undercover Camper“ immer wieder verkündete, „English is a window to the world“.

 

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