Zum Ende kommen …

Jedes Buch braucht ein Ende. Das ist keine Neuigkeit. Aber Autoren wissen, wie schwierig es manchmal ist, das richtige Ende zu finden. Oder richtig zum Ende zu finden.

Das richtige Ende

Gleichgültig ob Sie jede Szene akribisch planen oder die einzelnen Szenen wie ein Archäologe Wort für Wort freilegen, vermutlich haben Sie zu Beginn eines Schreibprojekts zumindest eine vage Vorstellung, wie das Buch enden wird. Diese vage Vorstellung muss an Klarheit gewinnen, sonst erreichen Sie das Ende der Handlung nicht.

Was aber ist das richtige Ende?

Die Erwartungen der Leser geben das Ende in gewisser Weise vor. Da die Erwartungen der Leser an das Genre geknüpft sind, sollten Sie sich bewusst machen, was Sie für welchen Leser schreiben. Kinderbücher brauchen ein gutes Ende, locker-leichte Liebesromane ebenfalls. So mancher Thriller hat dagegen ein eher unklares Ende: Der Böse wird gefasst, aber damit sind nicht alle und oft gerade die gravierendsten Probleme nicht gelöst.

Der richtige Weg zum Ende

Wieder unabhängig von Ihrer Arbeitsweise muss das Ende Ihres Romans nachvollziehbar sein. Nachvollziehbar ist nicht gleichbedeutend mit vorhersagbar. Ihre Leser möchten überrascht werden. Aber sie wollen im Nachhinein verstehen können, wo sich die vermeintliche Überraschung bereits andeutet.

Das kann für Sie bedeuten, dass Sie einen Durchgang bei der Überarbeitung des Manuskripts darauf aufwenden, die Hinweise auf die Überraschung zu untersuchen. Überlegen Sie, ob es genügend Hinweise gibt. Manchmal genügt ein Nebensatz, manchmal ein Detail in der Beschreibung. Manchmal müssen Sie dem Leser mehr Hinweise auf die später eintretende Wendung geben.

Testen Sie auch, ob Sie zu viele oder zu wenige Hinweise geben, und ob der Zeitpunkt jeweils gut gewählt ist. Fragen Sie Ihre Testleser deshalb nach der Lektüre, wann sie die Wendung erahnt haben und ob sie wissen, was sie auf die Spur brachte.

Kommentar verfassen

Related Post

Mein Freund Google? Die Seite „Think with Google“Mein Freund Google? Die Seite „Think with Google“

Man kann von Google vieles halten, aber nicht, dass der Konzern sich nicht für Neues und Trends interessiert. Und weil Google auch gern als benutzerfreundlich und offen erscheint, gibt es Think with Google. Dort finden Sie Studien und Trends zu vielen Wirtschaftsbereichen, außerdem gesammelt an einem Ort alle Google-Podukte und

Schreibzeit definierenSchreibzeit definieren

Es ist immer schwierig, genügend Zeit zum Schreiben zu finden, besonders wenn der Alltag Pflichten in anderen Bereichen (Beruf, Familie, Haushalt) mit sich bringt. Um so wichtiger ist es, die zur Verfügung stehende Schreibzeit zu nutzen. Dabei helfen ein freier Kopf, ein entspannter Körper und eine pragmatische Einstellung zum Schreiben.

Wie halte ich ein langes Schreibprojekt durch?Wie halte ich ein langes Schreibprojekt durch?

Bei jedem umfangreicheren Projekt, sei es das Lernen für eine Prüfung oder ein langes Schreibprojekt wie ein Roman, droht die Gefahr, dass uns die Aussicht auf eine unabsehbare Menge Arbeit aufgeben lässt, lange ehe wir unser Ziel erreicht haben. Für einige Menschen erscheint der Berg Arbeit so unüberwindbar hoch, dass

%d Bloggern gefällt das: