Wie löse ich ein Problem im Manuskript?

Problem in meinem Manuskript

Trotz bester Planung kommt es gelegentlich vor, dass sich im Manuskript blinde Flecken finden, die sich beim Schreiben nicht füllen lassen und – schlimmer noch – das Weiterschreiben verhindern. Vielleicht will ein Charakter einfach nicht Gestalt annehmen und gewissermaßen Charakter entwickeln. Vielleicht erscheinen die Gründe für eine Aktion oder deren Folgen plötzlich nicht mehr zwangsläufig oder auch nur nachvollziehbar. Wie löse ich, fragen sich Autoren in solchen Fällen, solche Probleme im Manuskript?

Probleme im Manuskript: Das Gefühl des „irgendwie nicht richtig“

Das Gefühl des „irgendwie nicht richtig“ kann frustrieren. Wir wissen, dass es ein Problem gibt, aber wir fühlen uns außer Stande, das Problem zu benennen. In solchen Fällen kann eine Auszeit helfen. In dieser Auszeit, in der wir durchaus aktiv sein können, aber eben nicht wie versteinert am Schreibtisch sitzen, können wir das Problem unserem Unterbewusstsein überlassen.

Es gibt Autoren, die das nicht benennbare Problem im Manuskript anderen Personen vorlegen, etwa in einer Schreibgruppe, in einer Autorengruppe auf Facebook oder vertrauten Freunden. Wenn Sie damit gute Erfahrungen gemacht hat, sollten Sie weiter so verfahren. Denken Sie aber daran, dass Sie auf diese Weise nur Hilfe beim Benennen des Problems finden können. Lösen müssen Sie das Problem selbst. Und dabei ist die Auszeit nützlich.

Probleme mit dem Manuskript: Erkenne deine Arbeitsweise

Selbstverständlich profitieren nicht alle Autoren von einer Auszeit. Sie lösen Probleme im Manuskript auf andere Weise. Dazu ist es jedoch notwendig, dass Sie sich beobachten und herausfinden, wie Sie arbeiten und was Ihnen hilft, wenn Sie nicht weiter wissen. Das Wissen über die eigene Arbeitsweise macht Sie selbstbewusster und lässt Sie Problemen gelassener entgegentreten.

Problem im Manuskript: Der innere Autor findet eine Lösung

Ich empfehle Auszeiten, weil sie dem inneren Autor Gelegenheit geben, unsere Geschichte zu überprüfen. Beim Sport, auf einem Spaziergang oder beim Staubsaugen spielt der innere Autor die problematische Szene durch und lässt die Charaktere auf eine Weise miteinander agieren, die wir nicht niederschreiben können. Auf diese Weise entwickelt sich eine Art Meta-Geschichte, die mit dem Verfassen der eigentlichen Geschichte nur indirekt zu tun hat. Große Teile der Meta-Geschichte bleiben uns verborgen. Wir können jedoch darauf vertrauen, dass der innere Autor uns genau die Elemente zur Verfügung stellen wird, die wir kennen müssen, um die Probleme im Manuskript erfolgreich zu bearbeiten.

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