By | 20. Januar 2019

Metadaten

Manchmal möchte man auf der Online-Suche nach Büchern schreien, weil Verlage in den Shops nur sehr sparsam Informationen über ihre Bücher herausgeben. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis? Fehlanzeige. Eine informative Inhaltsangabe? Schön wär‘s. Unabhängige Autoren machen das oft viel besser. Besonders haarig ist oft die Suche mit Suchwörtern, bei der man oft alles mögliche, nur nicht Bücher zum gesuchten Thema findet. Auch da sind viele Bücher und E-Books von Self-Publishern viel besser ausgestattet. Warum sind Suchwörter und andere Metadaten so wichtig für Leser?

Metadaten – Wegweiser durch den Dschungel an Informationen

Wir Menschen sind im Alltag Milliarden Informationen ausgesetzt. Von diesen Milliarden nehmen wir nur wenige bewusst wahr, andernfalls wären wir handlungsunfähig und viel zu langsam zum Überleben. Unser Gehirn trifft für uns eine Auswahl, mit der wir umgehen können. Wir können uns sogar einreden, wir hätten einen umfassenden Überblick.

Auch bei der Suche nach Büchern begegnen wir viel mehr Informationen, als wir aufnehmen und für eine Entscheidung verwenden können. Wenn wir etwa bei Facebook durch die Posts einer Büchergruppe scrollen, enthält jeder Post bereits eine solche Menge an Informationen, dass wir nach dem genauen Lesen von fünf Beiträgen nicht mehr aufnahmefähig sind – und die Lust an der Suche verlieren.

Aus reinem Selbstschutz überfliegen wir die Beiträge in der Büchergruppe und lesen nur genauer nach, wenn wir auf eine für uns relevante Information stoßen. Vielleicht entscheiden wir uns dann sogar, das Buch zu kaufen und zu lesen. Solche relevanten Informationen sind Metadaten.

Die richtigen Metadaten für die Entscheidung des Lesers

Metadaten umfassen Informationen wie den Namen des Autors, das Veröffentlichungsjahr, den Verlag, Thema und Titel des Buches, die Zeit, die Schauplätze, die Sprache … Wenn Leser einfach nur nach einem neuen Buch suchen, sind vor allen die Metadaten interessant, die sich auf den Inhalt beziehen.

Darum müssen wir uns beim Festlegen der Suchwörter fragen, wonach ein Leser wahrscheinlich sucht, wenn er ein Buch wie unseres lesen möchte. Natürlich können wir nur vermuten und später unsere Vermutungen mit Fakten, in diesem Fall den Verkaufszahlen, abgleichen.

Metadaten und ein Blick in die Zukunft

Mittelfristig werden auch unabhängige Autoren digitale Werkzeuge einsetzen, um die besten Suchwörter zu bestimmen. Wir können uns heute schon an den Keyword-Tools für Suchmaschinen orientieren. In Zukunft dürfte es auch spezielle Tools für die Bestimmung von Suchwörtern für Bücher geben.

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