By | 9. Juni 2019

durchhalten

Das Leben und Arbeiten von Autor*innen kann sich wie das Wandeln durch ein Labyrinth voller Sackgassen anfühlen. Guter Rat kommt zwar von allen Seiten, doch die gut gemeinte Aufforderung, man solle einfach durchhalten, klingt wenig hilfreich. Wie können Autor*innen ihre Tiefphasen durchschreiten, um gestärkt an neue Schreibprojekte zu gehen?

Durchhalten – Was habe ich schon geschafft?

Manchmal hilft ein Blick zurück auf frühere Erfolge. Erfolge? Die sind da, auch wenn sie nicht immer dem entsprechen, was uns als Erfolg verkauft wird: Geld, hohe Verkaufszahlen, Fans, die beim Blick auf ein Cover in Ohnmacht fallen (oder so ähnlich).

Haben Sie es nicht geschafft, ein Manuskript anzufangen, während andere nur davon reden? Haben erste Leser Sie nicht gelobt? Haben Sie das Manuskript abgeschlossen? Es überarbeitet? Es lektorieren lassen? Es veröffentlicht?

Selbst wenn danach niemand mehr nach Ihrem Buch gefragt haben sollte, was ich nicht glaube, denken Sie daran: Die Mehrheit derjenigen, die davon reden, in nächster Zeit ein Buch zu veröffentlichen, werden das niemals tun. Diese Leute reden groß, scheitern aber an all den Punkten, die Sie überwunden haben. Sie konnten durchhalten. Das haben Sie geschafft.

Durchhalten – Arbeiten Sie mit System

Sie können leichter durchhalten, wenn Sie ein System finden, nach dem Sie arbeiten. Das System gibt Ihnen einen sicheren Rahmen, innerhalb dessen Sie regelmäßig konzentriert an Ihrem Manuskript arbeiten können. Beachten Sie dabei Ihre persönlichen Schwächen und finden Sie Wege, wie Sie diese Schwächen überlisten können. Sorgen Sie für feste Arbeitszeiten, einen festen Platz zum Schreiben und eine ablenkungsfreie Umgebung. Finden Sie heraus, welche Methoden Ihnen helfen, Ihre Texte zu planen. Wenden Sie diese Methoden an. Immer.

Durchhalten – Tauschen Sie sich mit anderen Autor*innen aus

Wenn Sie sich mit anderen Autor*innen austauschen, werden Sie merken, dass Sie nicht alleine mit Ihren Problemen und Zweifeln sind. Lesen Sie Blogs von Autoren und schreiben Sie einander in sozialen Netzwerken. Vermeiden Sie jedoch Menschen, die ihre eigenen Probleme zu einer Kunstform stilisieren. Die sind Gift für Sie – und für alle anderen auch.

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