Main Street Writers – Belletristikautoren aller Welt vereinigt euch

Die Welt des Publishings scheint für Genreautoren gemacht und gedacht – den Eindruck könnte man gewinnen, liest man die Ratschläge für Autoren. Wenn Sie das Wort Literatur für sich beanspruchen, erhalten Sie oft nur ein müdes Lächeln. Experimentelle Texte, Texte, die sich dem Individuum aus neuer Perspektive nähern, die Probleme und Emotionen analysieren und auch noch gesellschaftskritische Elemente enthalten, gelten als zu schwierig für Leser. Autoren, die sich gerade für diese Art zu schreiben interessieren, fühlen sich oft allein gelassen.

Vor etwas mehr als einem Monat entstand in den USA das Main Street Writer Movement. Initiiert hat diese lose Vereinigung der unabhängige Verlag Forest Avenue Press, der seit 2012 literarische Bücher veröffentlicht. Idee und Name gehen möglicherweise auf die Bewegung Main Street America zurück, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Vielfalt der Gesellschaft in den Innenstädten zu erhalten und lokale Geschäfte zu stärken. Durch die Stärkung von Gemeinschaften auf lokaler Ebene soll letztlich die Gesellschaft insgesamt offener für individuelle Lösungen und vielfältige Herangehensweisen werden.

Ziel des Main Street Writer Movement ist die Stärkung von Autoren auf lokaler Ebene. Über ein Netzwerk und den Hashtag #MainStreetWriters sollen Autoren Kollegen vor Ort finden, so dass sich kleine Zellen von Gleichgesinnten bilden können. Gleichzeitig ist die Bewegung offen für Leser, Verleger, Agenten, Buchhändler und andere im Publishing Tätige, die Autoren fördern und unterstützen möchten.

Für Autoren, die sich in Verbänden nicht wohlfühlen, aber trotzdem gemeinsam mit anderen Autoren für bessere Bedingungen arbeiten möchten, ist so eine Vereinigung ideal.

 

Kommentar verfassen