Schwächen und Stärken


Stärken und Schwächen

Der Jahresbeginn ist nicht nur eine gute Zeit, über Ziele nachzudenken und bessere Schlafgewohnheiten einzuüben, sondern auch für eine Analyse der Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Risiken. Für Autoren ist es oft unangenehm, diese Einschätzung vorzunehmen, denn sie identifizieren sich nicht nur mit ihren Produkten, sie sind Teil des Produkts. Trotzdem sollten Sie sich dazu überwinden.

Stärken und Schwächen – mit objektiven Dritten sprechen

Autoren schreiben und vermarkten ihre Bücher und damit einen Teil ihrer Seele. So dramatisch fühlt es sich jedenfalls manchmal an. Darum fällt es ihnen besonders schwer, eine objektive Sicht auf die eigene Person und die eigenen Handlungen, etwa beim Marketing, einzunehmen.

Wenn Sie Ihre Stärken und Schwächen analysieren wollen, bitten Sie objektive Personen um Hilfe. Die gehören nicht unbedingt zu Ihrem Freundeskreis.

Auf der Suche nach Ihren Stärken stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wer lobt mich wie?
  • Was finden andere Autoren an meinen Texten gut?
  • Was finden Leser in ihren Rezensionen meiner Texte gut?

Auf der Suche nach Ihren schwächen fragen Sie sich:

  • In welchen Bereichen des Schreibens sollte ich mich weiterentwickeln? (Dialog, Charakterentwicklung, Handlungsentwicklung …)
  • Habe ich eine Autorenplattform und wie kann ich sie verbessern?
  • Wie groß und stabil ist mein Netzwerk mit Kollegen und Lesern?
  • Wie spreche ich Leser an und wie halte ich ihre Aufmerksamkeit?

Möglichkeiten und Risiken – Expertenmeinungen einholen

Auch bei der Einschätzung der Möglichkeiten und Risiken ist die Meinung anderer Menschen hilfreich. Sprechen Sie mit erfahrenen Kollegen und Experten.

Finden Sie neue Möglichkeiten, indem Sie überlegen:

  • Können Sie mehr von dem machen, was Sie gut machen?
  • Können Sie Ihre Aktivitäten auf Bereiche ausdehnen, die mit Ihren jetzigen Aktivitäten verwandt sind?
  • Können Sie Ihre Erfahrungen anderen Autoren als Dienstleistung anbieten?
  • Gibt es im Bereich des Marketings Möglichkeiten, die Sie bisher nicht oder nicht genug ausgeschöpft haben?

Es schadet nie zu überlegen, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Überlegen Sie deshalb:

  • Was machen Sie, wenn Ihr Einkommen schrumpft (Verlust des Brotjobs, geringere Verkäufe)
  • Wie entwickelt sich der Buchmarkt und wie entwickeln Sie sich mit dem Markt?
  • Sind Ihre Ideen zu unkonventionell oder zu aggressiv (oder gar zu kreativ)?

Steigern Sie sich bei dieser Analyse nicht in eine Panik. Erinnern Sie sich immer an Ihre Stärken und fragen Sie auch, ob sich nicht gerade aus einer Schwäche ein Vorteil machen lässt.

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